Torri del Benaco

Torri del Benaco ist ein populärer Ferienort am Ostufer des Gardasees und liegt nicht weit entfernt von der malerischen Dorfgemeinde Brenzone. Mit rund 3000 Einwohnern zählt der Ort zwar zu den kleinsten Städten am Gardasee, erfreut sich dank seiner pittoresken Lage an der sogenannten Olivenriviera aber dennoch einer großen Beliebtheit bei Touristen und Einheimischen zugleich. Unberührte Natur, entspannende Ruhe und eine sehr gute Erreichbarkeit machen Torri del Benaco zu einem idealen Urlaubsziel für alle, die den Gardasee in seiner ganzen Pracht genießen wollen.

Der Ort blickt auf eine reiche und wechselhafte Vergangenheit zurück, wie sie unter anderem durch das Wahrzeichen der Stadt - die mittelalterliche Scaligerburg - zum Ausdruck gebracht wird. Was ehemals eine wichtige militärische Festung der Langobarden und später der Adelsfamilie der Scaliger war, beherbergt heute ein Museum mit verschiedenen Ausstellungen zur Stadtgeschichte, der lokalen Landwirtschaft und sogar prähistorischen Höhlenmalereien, die nicht weit von Torri del Benaco entfernt in den Gardaseebergen entdeckt wurden. Darüber hinaus können auf dem Burggelände auch originale Zitronengewächshäuser besichtigt werden, wie sie ursprünglich in der Region verwendet wurden. Besonders empfehlenswert ist ein Aufstieg auf den zur Burg gehörigen Berengar Turm aus dem 10. Jahrhundert, der damals wie heute einen unvergesslichen Blick auf die Stadt und die umliegende Landschaft bietet.

Für Architekturliebhaber empfiehlt sich ein Spaziergang durch die historischen Gässchen Torri del Benacos: Neben zahlreichen malerischen Häuserfassaden und heimeligen Cafés findet sich hier auch die prachtvolle evangelische Barockkirche „Santi Pietro e Paolo“, in der eine der größten Orgeln Norditaliens bestaunt und mit etwas Glück auch einem Orgelkonzert beigewohnt werden kann. Anschließend lohnt sich ein Bummel in Richtung des kleinen Hafenbeckens, das ebenfalls von vielen gemütlichen Cafés, Bars und Restaurants gesäumt ist und wo es Gelegenheit dazu gibt, sich ein Boot zu mieten oder es sich auf einem der Strandabschnitte unweit des Stadtkerns gemütlich zu machen.

Eine letzte kulturelle Attraktion des Ortes ist schließlich noch das Hotel Gardesana, das im 15. Jahrhundert Versammlungsort der Gemeindeoberhäupter des östlichen Gardasees war und in dem wichtige politische und wirtschaftliche Entscheidungen getroffen wurden. Heute kann man die altehrwürdigen Hallen als Hotelgast erkunden und sich so von der Pracht der Räume in vergangene Zeiten zurückversetzen lassen - und ein Stück Gardasee-Geschichte hautnah miterleben.